


Keine Wartezeiten, netter, freundlicher und persönlicher Kontakt, umfassender Service für alle Fahrzeugmarken, Hilfe bei allen Problemen und absolute Ehrlichkeit: Das verspricht der Meisterhaft-Betrieb Auto Czotscher in Rommelsried. Der Erfolg zeigt, dass er das Versprechen hält.
Eine der häufigsten Fragen von neuen Kunden: „Wie spricht man ihren Namen aus?“ „Einfach nur das C am Anfang weglassen. So bleibt wenigstens der Name im Gedächtnis“, stapelt Inhaber Martin Czotscher tief. Denn auch die Kunden bleiben, und ganz entgegen dem Trend hat das Geschäft beim Meisterhaft-Betrieb im vergangenen halben Jahr mächtig angezogen.
Idylle pur. Rommelsried mit seinen 630 Einwohnern liegt in Bayerisch-Schwaben, rund 15 Kilometer westlich von Augsburg. Die Gegend ist geprägt von Landstraßen, Wald und Wiesen. Wie kann hier eine freie Kfz-Werkstatt überleben? Der Inhaber Martin Czotscher gibt die Antwort: „Unsere Kunden kommen aus einem Umkreis von mehr als zehn Kilometern zu uns. Wir haben eine sehr stabile Kundenbasis“, sagt er nicht ohne Stolz. Und das hat seinen Grund.
Martin Czotscher ist ein Überzeugungstäter, und er hat eine klare Vorstellung, nach welchen Prinzipien die Beziehung zwischen Werkstatt und Kunde zu funktionieren hat. Daher hat er sich auch vor 12 Jahren, nachdem er seinen Kfz-Meister bei einer Opel-Werkstatt absolviert hatte, in Rommelsried selbstständig gemacht. „Mir fehlte der enge Kontakt zu den Kunden. Zudem konnte ich meine Ideen dort nicht umsetzen“, so Czotscher. Und vor 10 Jahren hat sich der Betrieb dem Werkstattkonzept Meisterhaft angeschlossen. Mittlerweile arbeiten neben dem Meister auch seine Frau Claudia (im Büro) sowie ein in allen Belangen verlässlicher Geselle und ein Lehrling im Werkstattbetrieb mit.
Top ausgestattete Werkstatt
Im Grunde wollen Werkstattkunden alle dasselbe: schnell einen Termin, kurze Wartezeiten, perfekten Service, eine den Vorstellungen entsprechende Rechnungshöhe und natürlich das gute Gefühl, fair und gut behandelt zu werden. Bei Czotscher ist Ehrlichkeit gegenüber dem Kunden das erste Gebot. Bei Reparaturen wird sich in den allermeisten Fällen zusammen mit dem Kunden das Fahrzeug angeschaut und ein Kostenvoranschlag erstellt. Sollten dennoch Zusatzreparaturen anstehen, wird der Kunde immer vorher angerufen, und das Team Czotscher holt sich das O.K. „Wir bewahren auch die Altteile auf, bis wir sie dem Kunden, wenn gewünscht, gezeigt haben. So schaffen wir die notwendige Transparenz für unsere Arbeit“, so Czotscher.
Für Pünktlichkeit sorgen die allmorgendlichen Teambesprechungen, bei denen die Aufträge verteilt werden. Und für das nötige technische Know-how schickt der Werkstattmeister sich und seine Mitarbeiter regelmäßig auf Schulungen. Das Feingefühl des Teams für Elektrik und Elektronik hat sich mittlerweile herumgesprochen, weshalb auch andere Werkstätten Kunden zu Meisterhaft Czotscher schicken, wenn sie den Fehler im Fahrzeugsystem nicht finden konnten. „Wir sind eine freie Werkstatt, aber top ausgestattet. Ich habe auch Porsches, VW Phaetons und mehrere Audi A8 unter den Kundenfahrzeugen. Viele Kunden wechseln von der Vertragswerkstatt zu uns, daher ist das Durchschnittsalter der Kundenfahrzeuge niedrig. Da müssen wir natürlich mithalten“, erzählt er selbstbewusst.
Ein Traum von einem Auto
Es gibt wohl nur wenige Werkstattinhaber, die neben dem Werkstattalltag keine Begeisterung für Autos, Motoren oder Rennsport zeigen. Die Liebe zu flotten Flitzern und Motorsport hat Martin Czotscher im Blut. Und ganz nach dem Motto „Adrenalin pur“ begann er 2003 eine enge Liaison mit einem Opel Speedster. Damit aber nicht genug. Obwohl von diesem Roadster bis zum Produktionsende nur 7.996 Exemplare gebaut wurden, war ihm das Fahrzeug nicht individuell genug. „Ich wollte etwas Besonderes haben“, beichtet er. Gesagt, getan. Mit einem befreundeten Ingenieur entwickelte Czotscher in der Freizeit spezielle Scharniere, um aus den herkömmlichen Türen ganz außergewöhnliche Flügeltüren zu machen. Das sprach sich in der Speedster-Szene schnell herum, und der Meisterhaft-Betrieb Czotscher entwickelte sich zur ersten Adresse für Umbauten und Tuning an Opel Speedstern. „Zu uns kamen Speedster-Fans aus dem ganzen europäischen Ausland, weil wir die Einzigen waren, die diesen Umbau machten. Als die Sache mit den Flügeltüren die Runde machte, waren innerhalb von einer Stunde zehn Umbauten verkauft“, erzählt Czotscher. Da das Geschäft mit dem Speedster mehr oder weniger neben dem Tagesgeschäft lief, wollte man nach 20 Umbauten Schluss machen. Letztendlich wurden doch 42 Speedster mit Sonderausstattung daraus.
Adrenalin pur ist auch das aktuelle Hobby der Czotschers: Kartfahren. Und zwar nicht so ein bisschen, hin und wieder, sondern 100 Prozent. „Mein Sohn hat mich auf den Kartsport aufmerksam gemacht. Und ich war sehr schnell sehr enthusiastisch“, so Martin Czotscher. So mussten zwei Rennkarts für ihn und seinen 12-jährigen Sohn Fabian her. Der ältere Sohn Matthias unterstützt sie beim Drumherum mit allen Kräften. Noch trainieren sie nur. Aber ab dem kommenden Jahr möchte der Junior Rennen fahren. „Er hat’s drauf und kommt schon langsam an meine Zeiten ran“, so der Vater. Und ist der Sohn mal etabliert, hat Martin Czotscher vielleicht Zeit für seinen ganz großen Traum: eine Werkstatt, in der auch Lamborghinis repariert werden.