Linz 2009 - Kulturhauptstadt Europas

Eine außergewöhnliche Stadt

Kultur hat in Linz Tradition. Seit jeher sind die Namen großer Dichter und Denker mit der Donaustadt verbunden. Nun ist Linz (www.linz09.at) zusammen mit Vilnius, der Hauptstadt Litauens, zur Europäischen Kulturhauptstadt 2009 gewählt worden.

Salzburg mit seinen sommerlichen Festspielen und der imposanten Burg kennt jedes Kind. Ebenso wie Wien mit seinem Prater und den Jugendstilbauten. Aber Linz? Dabei hat die Stadt an der Donau alles zu bieten, was eine europäische Kulturhauptstadt ausmacht: Geschichte, einen lateinischen Namen (Lentia), berühmte Könige und Fürsten, einen mittelalterlichen Stadtkern, barocke Kirchen und Parkanlagen des 19. Jahrhunderts. Seit jeher sind große Namen mit Linz verbunden. Hier lebte der Schriftsteller Adalbert Stifter, das Wunderkind Wolfgang Amadeus Mozart, der Astronom Johannes Kepler und der Philosoph Ludwig Wittgenstein.

Stadt mit Tradition

Eine Stadt der Dichter, Denker und Künstler. Ein buntes Jahr Im Kulturjahr 2009 ist der bekannte Alpenrocker und Weltmusiker Hubert von Goisern Linz’ Botschafter. Er lud entlang von Donau, Main, Neckar und Rhein in mehr als 40 Orten in die Kulturhauptstadt ein und wird zusammen mit anderen Künstlern auf dem „Linz Europa Hafenfest“ die europäische Vielstimmigkeit hochleben lassen. Auch Intendant Martin Heller hat sich viel vorgenommen. Sein Programm umfasst über 220 Projekte, von Ausstellungen über Konzerte, Festivals und Theateraufführungen bis hin zu Lesungen. Sein Anspruch ist groß: „Was ich hasse: wenn man das Gewöhnliche macht, nur mit mehr Geld", so Heller.

Schneesturm und Sonnenbrand

Der Januar stand ganz im Zeichen des Theaters. Unter dem Motto „Die ganze Stadt ist Theater“ startet das international besetzte Festival „Schneesturm“ mit 37 Aufführungen von 18 Produktionen. Im Sommer folgt das Festival „Sonnenbrand“ und zum Abschluss ein Kasperletheater, das sich auch an Erwachsene richtet. Das „Purimspil“ von David Maayan führt die Besucher in das aus dem Zweiten Weltkrieg stammende Linzer Stollensystem. Und für junge Gäste hat die Kulturhauptstadt das zehnte europäische Jugendmusikfestival „Megahertz“ in die Stadt geholt, zu dem 8.000 Teilnehmer erwartet werden. Natürlich kommen auch bildende Kunst, Film und die innovativen Ideen der freien Kunstszene nicht zu kurz. Und „Kulturlotsinnen“ und „Rebellinnen!“ bieten Stadterkundungen der besonderen Art.

Ein mutiger Blick zurück

Aber nicht alles schillert bunt im Kulturjahr. Linz stellt sich auch seiner dunklen Vergangenheit. Bereits vor rund 70 Jahren gab es Pläne, die Donaustadt zu einer europäischen Kunstmetropole auszubauen. Adolf Hitler wollte die Stadt seiner Jugend zu einer von fünf „Führerstädten“ erheben. Daraus wurde nichts. Dennoch zeigt die Ausstellung „Kulturhauptstadt des Führers“ im Linzer Schlossmuseum, wie die Nationalsozialisten das kulturelle Leben und den Alltag im alten Linz beeinflussten. Bereit für Europa Seine Vergangenheit hat Linz weit hinter sich gelassen. Kaum eine andere österreichische Stadt hat sich in den letzten Jahrzehnten so stark verändert. Heute ist die Hauptstadt des Bundeslandes Oberösterreich mit 190.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt des Landes und bereit für Gäste aus allen Ecken Europas.

Kulturhöhepunkte 2009

  • Januar bis März: Ausstellung „Kulturhauptstadt des Führers“
  • Juni und Juli: Pflasterspektakel – Festival mit über 600 Künstlern aus aller Welt
                             Linz Europa Hafenfest – Eine Reise als Konzert
  • Mai bis September: Höhenrausch – Kunst auf den Dächern der Stadt
  • September: Ars Electronica

Informationen zum Programm, Terminen und Übernachtungsmöglichkeiten gibt es auf der offiziellen Website: www.linz09.at.

Tipps: Reisen mit Vignette

  • Alkohol am Steuer: In Österreich gilt die 0,5-Promille-Grenze.
  • Anreise: Wer mit dem eigenen Auto fahren will, hält sich Richtung Salzburg und Wien auf der Westautobahn A1 bis zur Abfahrt Linz/Zentrum. Aus Richtung Regensburg und Passau geht es auf der Innkreisautobahn A8 zur A1 bis zur Abfahrt Linz/Zentrum oder mautfrei entlang der Donau auf der B 127. Die Anreise ist auch per Bahn oder Flugzeug möglich.
  • Bußgelder: Alkoholisierte Fahrer bestraft Österreich mit Bußgeldern ab 220 €. Für 20 km/h zu viel zahlt man mindestens 20 €. Überfahrene rote Ampeln kosten ab 70 €, ebenso Überholverstöße. Wer falsch parkt, muss mit einem Bußgeld ab 20 € rechnen. Telefonieren am Steuer ohne Freisprecheinrichtung kostet 50 €. Warnwesten sind bei Pannen und Unfällen obligatorisch. Die Tagfahrlicht-Pflicht wurde aufgehoben, stattdessen gilt nun eine Winterreifenpflicht.
  • Notfall: Wer im Alpenland die 112 oder 144 wählt, landet beim Notarzt. Die Polizei ist unter der 133 erreichbar. Der ADAC ist in Österreich über die Notrufnummer 01 251 2060 erreichbar. Die Zentrale in München bie-tet einen 24-Stunden-Service unter +49 89 22 22 22. Auch der AvD bietet Pannenhilfe an. Die Nummer der Notrufzentrale ist die +49 69 6606 600.
  • Parken: In der Linzer Innenstadt gibt es eine große, flächendeckende Kurzparkzone (90 Minuten) zwischen Promenade, Kaisergasse und Blumauerstraße. Sie wird bei der Einfahrt in die Innenstadt durch große Tafeln angekündigt. Daneben führt ein Parkleitsystem in die Tiefgaragen der Stadt, die stets in der Nähe von Bus- oder Straßenbahnhaltestellen liegen.
  • Tanken: Der Benzinpreis sank im Januar für Normalbenzin wieder unter die Ein-Euro-Marke und ist damit etwas günstiger als in Deutschland. ähnliches gilt für Diesel und Superbenzin.
  • Tempolimit: Die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen ist 130 km/h – allerdings nur tagsüber. Zwischen 22.00 und 5.00 Uhr gilt auf mehreren Autobahnen ein nächtliches Tempolimit von 110 km/h. Auf der Landstraße gilt Tempo 100, in der Stadt Tempo 50.
  • Vignette: In Österreich gilt eine Vignettenpflicht für Autobahnen. Die Vignetten sind an Tankstellen vor der Grenze oder beim ADAC erhältlich. Fahren ohne Vignette kostet 120 € Ersatzmaut. Wer nicht sofort zahlt, muss mit einer Anzeige und einer Geldstrafe von mindestens 300 € rechnen.