Der Abstandsregeltempomat kann vor Auffahrunfällen schützen. (Bild: Bosch)
Mit Parkassistent fällt das Einparken leichter. (Bild: Bosch)
Der Notbremsassistent erkennt Verkehrsteilnehmer. (Bild: Volvo)
Mit Sensoren ist man sicherer unterwegs. (Bild: Continental)

Sicherer mit Sensoren

Autos, die sich bei Gefahr selbst abbremsen, beim Parken helfen oder selbständig die Spur halten. Was vor fünfzehn Jahren noch nach Science Fiction klang, machen moderne Assistenzsysteme heute möglich. Inzwischen findet man sie nicht nur in Oberklasselimousinen, sondern auch im Kleinwagensegment. Experten schätzen, dass die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle in Deutschland um die Hälfte sinken würde, wenn Assistenzsysteme flächendeckend in allen Fahrzeugen verbaut wären. Doch das sind sie noch nicht: Laut einer Studie des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) haben rund 60 Prozent der Neuwagen keinen der elektronischen Helfer an Bord.

 

Inzwischen gibt es mehr als 20 Fahrerassistenzsysteme.

Die wichtigsten sind:

Notbremsassistent: Bremst der Vordermann sein Auto abrupt ab oder rennt ein Fußgänger plötzlich vor das eigene Fahrzeug, bringt das Assistenzsystem den Wagen zum Stehen oder verringert zumindest die Aufprallgeschwindigkeit.

Abstandsregeltempomat: Er hält den Sicherheitsabstand zum Vordermann automatisch ein, indem er dessen Position und Geschwindigkeit beobachtet. Das erhöht die Sicherheit und entlastet die Konzentration des Autofahrers auf langen Strecken.

Totwinkelwarner: Vor allem bei Überholvorgängen ist er sehr nützlich. Ein Sensor registriert, ob sich ein anderes Fahrzeug oder ein Radfahrer im toten Winkel befindet, woraufhin ein helles Lämpchen am Seitenspiegel aufleuchtet und den Fahrer warnt.

Parksensor: Besonders nützlich in engen Parklücken. Sensoren an beiden Stoßstangen zeigen durch akustische oder optische Signale an, wie viel Platz man noch zum Rangieren hat.

Spurhalteassistent: Verlässt der Fahrer unabsichtlich die Spur, warnt ihn der Assistent. Ist zusätzlich eine Lenkunterstützung eingebaut, steuert der Assistent sogar gegen und bringt den Wagen wieder auf den richtigen Kurs.

 

Helfer der Zukunft

Autobauer entwickeln derzeit die nächste Generation von Assistenzsystemen. Dabei nähern sie sich dem automatisierten Fahren immer mehr an. BMW entwickelt beispielsweise ein System, welches das Steuer übernimmt und den Wagen auf dem Standstreifen parkt, sobald der Fahrer auf unterschiedliche Warnsignale nicht reagiert, weil er beispielsweise eingeschlafen ist oder einen Herzinfarkt hatte. Ein System des Fraunhofer-Institutes soll künftig die Bewegungen der Personen im Wageninneren erfassen. Dadurch kann es abschätzen, ob der Fahrer nach einer automatisiert gefahrenen Strecke schon wieder bereit ist, das Steuer selbst zu übernehmen. Außerdem könnte es die Position der Airbags an die Körpergröße und Sitzposition der Wageninsassen anpassen.