Kfz-Mechatroniker/In

Die Arbeit an Elektro- und Hybridautos setzt viel technisches Know-how voraus. (Bild: ZDK)
Die Arbeit an Elektro- und Hybridautos setzt viel technisches Know-how voraus. (Bild: ZDK)

Wer Spaß an moderner Technik und ein Faible für Autos hat, kann sich einen Job mit Zukunft sichern: Die Ausbildung zur Kfz-Mechatronikerin oder zum Kfz-Mechatroniker in einer freien Mehrmarkenwerkstatt ist genau das Richtige. Hier ein Schräubchen, da ein Bolzen? Das war gestern. Heute steht Hightech im Mittelpunkt.

Darum geht’s im Job
Wer unter eine Motorhaube blickt, erkennt sofort: Ohne modernste Technik geht heute kaum noch was auf deutschen Straßen. Hightech steckt jedoch nicht nur im Wagen, sondern auch in der Werkstatt, die sich darum kümmert. Der Kfz-Mechatroniker* kennt sich mit beidem aus und stellt sich den spannenden und vielseitigen Aufgaben – ganz gleich, ob beim PKW, Motorrad, leichten Nutzfahrzeugen oder schweren LKW. Hierfür benötigt er Köpfchen, um die Elektronik, Elektrik, Mechanik und die moderne Datenverarbeitung zu verstehen.

Computer, Diagnosegeräte und elektronische Prüfsysteme gehören genauso zum Arbeitsalltag wie Montagewerkzeuge. Und weil E-Autos und Hybridmotoren auf dem Vormarsch sind, wird der Beruf in Zukunft noch technischer. Der Kfz-Mechatroniker ist also ein echter Experte in Sachen Hightech.

Wie es abläuft
Die Ausbildung im Kfz-Gewerbe läuft dreieinhalb Jahre. In Deutschland gibt es die duale Ausbildung. Das heißt: Der Mechatroniker lernt sein Handwerk nicht nur im Kfz-Betrieb, sondern besucht auch regelmäßig die Berufsschule. Und weil Kfz-Mechatroniker wirklich was auf dem Kasten haben müssen, gibt es in den dreieinhalb Jahren auch zehn Wochen die spannende überbetriebliche Ausbildung in den Berufsbildungszentren des Kfz-Gewerbes.

Für jeden das Passende
Während der Ausbildung kann der Kfz-Mechatroniker einen von fünf Schwerpunkten wählen – in diesem Gebiet wird seine Ausbildung dann vertieft:

- Personenkraftwagentechnik (Pkw): Der Kfz-Mechatroniker für Pkw-Technik analysiert elektrische, elektronische und mechanische Systeme. Er sucht Fehler und Störungen – und behebt die Ursache. Sherlock Holmes lässt grüßen.

- Nutzfahrzeugtechnik (Nfz): Das Nutzfahrzeug ist dem Pkw technisch schon immer voraus gewesen. Das wird auch in Zukunft so sein. Zugmaschinen, Sattelschlepper, Transporter oder Omnibusse – wer auf große Vehikel steht, ist bei den Nutzfahrzeugen zu Hause.

- Motorradtechnik: Enduro, Motocross, Reise- und Sportmotorräder – jedes Zweirad hat seine eigene Charakteristik. Der Kfz-Mechatroniker mit dem Schwerpunkt Motorradtechnik wartet Motorräder und setzt sie instand. Die eigene Leidenschaft fürs Motorrad arbeitet dabei immer mit!

- System- und Hochvolttechnik: Elektrische und elektronische Bauteile werden immer wichtiger, etwa Sicherheits-, Unterhaltungs- und Kommunikationssysteme. Außerdem kommen immer mehr Hybrid- und Elektrofahrzeuge auf den Markt, die zu warten und zu reparieren sind. Hier ist ein Spezialist gefragt, der fit ist in der System- und Hochvolttechnik.

- Karosserietechnik: Rumms! Nach dem Unfall ist der Kfz-Mechatroniker für Karosserietechnik gefragt. Klingt nach schnöder Blecharbeit? Absolut nicht! Um an beschädigte Karosseriebleche oder deformierte Bauteile heranzukommen, muss er elektronische Systeme außer Betrieb nehmen und die elektrischen Bauteile demontieren.

Das sind die Voraussetzungen
Die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker ist für Hauptschüler, Realschüler oder Abiturienten eine sehr gute Wahl. Umso besser, wenn der Auszubildende Spaß an den sogenannten MINT-Fächern hat. Das sind zum Beispiel Technik, Mathe, Physik und IT.


Hier gibt’s weitere Infos:

Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker – klingt gut? Dann nichts wie ab auf www.autoberufe.de. Da gibt’s weitere Infos rund um die Ausbildung. Etwa, wie ein Betriebspraktikum die Entscheidung für eine Ausbildung noch leichter machen kann oder wie eine Bewerbung aussehen sollte.

* Erwischt, wir nutzen hier immer nur die männliche Form Kfz-Mechatroniker. Warum? Nur, damit der Text einfacher lesbar ist. Frauen an die Macht! Das sagen wir, weil wir wissen: Kfz-Mechatronikerinnen rocken jeden Betrieb!