Handysündern am Steuer auf die Finger geschaut

Ablenkung durch das Handy ist Ursache zahlreicher Autounfälle. Ein neues System soll nun helfen, Smartphone-Sünder zu erwischen.

Ablenkung durch das Handy ist Ursache zahlreicher Autounfälle. Bild: SP-X

Für Handysünder am Steuer steigt in Rheinland-Pfalz nun das Entdeckungsrisiko. Das Bundesland führt im Rahmen eines Pilotprojekts eine neuartige Überwachungstechnik ein. Dabei filmt eine beispielsweise auf Autobahnbrücken positionierte, mobile Kamera die Hände von Autofahrern. Sie erkennt, ob diese während der Fahrt ein Mobiltelefon nutzen. In diesem Fall wird ein Foto von Fahrer und Kennzeichen gespeichert. Die verdächtige Aufnahme wird geprüft. Anschließend wird gegebenenfalls ein Knöllchen verschickt. In Deutschland gibt es ein Bußgeld von 100 Euro und einen Punkt beim Fahreignungsregister in Flensburg.

Ablenkung den Kampf angesagt
Die Technik namens „Monocam“ wird in den Niederlanden bereits seit dem vergangenen Jahr eingesetzt. Ab Juni soll sie für drei Monate zunächst im Raum Trier und anschließend für die gleiche Dauer im Raum Mainz getestet werden. Die Landesregierung will mit der Kameraüberwachung die Zahl der Toten im Straßenverkehr senken. Alleine 2021 ereigneten sich laut dem Mainzer Innenministerium 1.001 Unfälle mit der Ursache Ablenkung. Unter anderem, weil die Fahrer durchs Handy abgelenkt waren.