Knochenjob: Schlagloch-Saison eröffnet

Nach dem Winter sind die Straßen immer in besonders schlechtem Zustand. Autofahrer sollten sich darauf einstellen.

Nach Schnee und Eis kommen die Schlaglöcher | Foto © TÜV Rheinland

Nach Schnee und Eis kommen die Schlaglöcher | Foto © TÜV Rheinland

Nach dem Frost kommt das Schlagloch. Nach dem späten Wintereinbruch zeigen sich viele Straßen in miesem Zustand. Autofahrer sollten daher nun besonders vorsichtig und vor allem langsam unterwegs sein, um rechtzeitig reagieren zu können. Denn allzu plötzliches Ausweichen kann bei Gegenverkehr noch gefährlicher sei als die Fahrt durch das Loch.

Schlaglöcher entstehen in der Regel durch eine Kombination von Feuchtigkeit und Kälte. Sobald Regen in die feinen Risse und offenen Nähte sickert, lässt die gefrorene Nässe die Straße an der betroffenen Stelle förmlich aufplatzen, so der TÜV Rheinland. Der anfänglich kleine Riss im Asphalt wird bei hohem Verkehrsaufkommens und der damit verbundenen Belastungen schnell zu einem richtigen Krater.

Schäden vorprogrammiert
Zu den häufigsten Schäden nach einem harten Stoß zählen Unwucht in den Rädern, eine verstellte Achssymmetrie und unter Umständen durchgeschlagene Dämpfer. Zittert das Lenkrad nach einem harten Einschlag, vibriert das Fahrzeug oder zieht es zu einer Seite, ist eine Fahrt zur Fachwerkstatt auf jeden Fall erforderlich.

Haftungsfrage
Auf den Kosten bleiben die Autofahrer meistens sitzen. Denn die Städte, Gemeinden und Kommunen behelfen sich gerne mit dem Aufstellen von Warnschildern, die die Autofahrer zum besonders langsamen Fahren anhalten sollen. Behörden können aber unter Umständen haftbar gemacht werden, wenn sie keine Maßnahmen zur Ausbesserung oder Beschilderung beschädigter Straßen unternommen haben. Eine genaue Dokumentation des Geschehens und des Unfallorts sowie der kaputten Straße hilft bei der späteren Schadensregulierung. Auch Zeugen können dabei helfen, später das Geld für die Reparatur wiederzubekommen.

Wer Ärger und hohe Kosten vermeiden will, sollte nach einer Kälteperiode besonders vorsichtig fahren. Bei niedriger Geschwindigkeit können die Schlaglöcher dem Auto weniger anhaben. Dann sind auch keine plötzlichen Ausweichmanöver nötig. Denn die sind unter Umständen noch gefährlicher als ein Schaden an Achse oder Felge. (SP-X)