Sharing is caring: Teilen kann sich lohnen

Beim Carsharing besitzt man das Auto nicht selbst, sondern teilt es sich mit Anderen. Halter des Autos ist in der Regel der Betreiber des Carsharing-Unternehmens. Die Gewinne der Free-Floating-Anbieter zeigen: Das Geschäft rentiert sich.

Beim Carsharing bucht man ein Auto für eine bestimmte Zeit. Bild: Stellantis

Wie der Bundesverband Carsharing (bcs) mitteilt, weisen sechs der zehn größten Anbieter in Deutschland in ihren Bilanzen Gewinne aus. Allerdings haben sich dem Verband zufolge die Gewinnerwartungen einiger Betreiber von Free-Floating-Angeboten ohne feste Stationen eingetrübt. Bei dieser Carsharing-Variante steht das Fahrzeug dort, wo die vorherigen Kund:innen es abgestellt haben. Nutzer:innen können es per Handy orten. Nach der Fahrt stellen sie den Wagen irgendwo innerhalb des Nutzungsgebiets wieder ab. Gerade dieses Modell verlangt in der Anfangsphase hohe Investitionen. Free-floating macht außerdem Einweg-Fahrten innerhalb des Stadtgebiets möglich. Die Preise sind allerdings höher als beim stationsbasierten Carsharing. Eine Stunde Kleinwagenfahren kostet rund 17 bis 20 Euro.

Vor allem in Großstädten

Die Free-Floating-Anbieter sind aktuell vor allem in acht Metropolen und deren Umland aktiv. Sie betreiben in etwa die Hälfte der rund 30.000 deutschen Carsharing-Fahrzeuge. Die übrigen werden im stationsbasierten Carsharing eingesetzt. Zu Jahresbeginn waren in Deutschland 243 Anbieter in 935 Orten aktiv. Die Zahl der registrierten Kunden betrug 3,4 Millionen.